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Alte Eichendielen sind im Allgemeinen weniger anfällig für Schimmel als neue Dielen derselben Holzart. Eiche enthält von Natur aus Gerbsäuren und andere Extraktstoffe, die Schimmelwachstum hemmen. Dennoch ist kein Holz vollständig immun: Sobald der Feuchtigkeitsgehalt dauerhaft zu hoch wird, kann auch altes Eichenholz Probleme bereiten. Im Folgenden beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zu alten Eichendielen und Schimmel.
Eichenholz enthält eine hohe Konzentration an Gerbsäuren und anderen natürlichen Extraktstoffen, die Schimmelsporen aktiv hemmen. Bei altem Eichenholz haben sich diese Stoffe über die Jahre weiter konzentriert, und das Holz hat sich durch langjährige Trocknung stabilisiert. Das macht antikes Eichenholz von Natur aus widerstandsfähiger als frisch gesägtes Holz, das noch viel Feuchtigkeit enthält und weniger Extraktstoffe aufgebaut hat.
Jahrzehnte oder Jahrhunderte altes Eichenholz hat zudem eine dichtere Zellstruktur entwickelt. Die Jahre langsamen Wachstums, gefolgt von Jahrzehnten oder Jahrhunderten der Nutzung und Trocknung, ergeben ein Material, das Feuchtigkeit schwerer aufnimmt und speichert. Genau das ist der Grund, warum alte Eichendielen so begehrt sind für Anwendungen, bei denen Langlebigkeit und Stabilität zählen.
Schimmelwachstum in Eichenholz setzt aktiv ein, sobald der Feuchtigkeitsgehalt dauerhaft über 20 Prozent steigt. Unterhalb dieser Grenze hat Schimmel zu wenig Feuchtigkeit, um zu keimen und zu wachsen. Für den Innenbereich wird ein Feuchtigkeitsgehalt zwischen 8 und 12 Prozent angestrebt; für Außenanwendungen liegt dieser etwas höher, doch 20 Prozent bleibt der kritische Schwellenwert.
Holz, das vorübergehend nass wird – etwa durch Regen während des Transports – stellt für sich genommen noch kein Problem dar. Schimmel braucht Zeit zum Keimen. Gefährlich wird es, wenn Holz dauerhaft feucht bleibt, ohne die Möglichkeit zu trocknen. Schlechte Belüftung, Kontakt mit feuchten Untergründen oder Abdeckung ohne Luftzirkulation sind die häufigsten Ursachen für einen dauerhaft zu hohen Feuchtigkeitsgehalt.
Auch antikes Eichenholz kann schimmeln, wenn die Bedingungen es zulassen. Die natürliche Widerstandsfähigkeit verlangsamt den Prozess, hebt ihn aber nicht auf. Die häufigsten risikobehafteten Situationen sind:
Es sind also selten die Eigenschaften des Holzes selbst, die das Problem verursachen, sondern die Bedingungen, denen es ausgesetzt wird. Altes Eichenholz, das jahrelang trocken gelagert wurde, ist gut gegen gelegentliche Feuchtigkeit gewappnet. Chronische Feuchtigkeit ist eine andere Geschichte.
Eiche schneidet im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Holzarten in Bezug auf Schimmelbeständigkeit deutlich besser ab. Das hängt vor allem mit der hohen Konzentration an Gerbsäuren und der dichten Kernholzstruktur zusammen. Zum Vergleich:
Bei wiederverwendetem Holz spielt auch die Geschichte des Materials eine Rolle. Eichene Hafendielen oder Schiffsholz waren beispielsweise jahrzehntelang wechselnden Bedingungen ausgesetzt und haben bewiesen, dass sie dem standhalten. Das gibt einen zusätzlichen Hinweis auf die praktische Langlebigkeit des Materials.
Der beste Schutz für wiederverwendetes Eichenholz hängt von der Anwendung, der Umgebung und der gewünschten Optik ab. Eine universelle Antwort gibt es nicht, aber es gibt klare Richtlinien je nach Situation. Relevante Faktoren sind: Wird das Holz außen oder innen verwendet, soll die Optik offen und natürlich bleiben, und ist es intensiver Nutzung oder Wasserkontakt ausgesetzt?
Für Innenanwendungen wie Böden und Wandverkleidungen ist ein einziehendes Öl oder Wachs in den meisten Fällen die naheliegende Wahl. Dies schützt das Holz von innen, ohne die Poren vollständig zu verschließen, wodurch der natürliche Charakter erhalten bleibt. Für Außenanwendungen, wie hölzerne Fassadenverkleidungen, wirkt ein einziehendes Holzschutzmittel oder ein spezieller Außenanstrich besser, besonders in Kombination mit einer sorgfältigen Detailausführung, die Wasseransammlungen verhindert.
Unbehandeltes Eichenholz verwittert im Außenbereich auf schöne, kontrollierte Weise und benötigt dann kaum zusätzlichen Schutz, sofern die Konstruktion solide ist. Das ist eine häufig gewählte Option für Projekte, bei denen die Verwitterungspatina bewusst Teil des Entwurfs ist.
Eine korrekte Lagerung vor der Verarbeitung ist entscheidend. Falsch gelagertes Holz kann in kurzer Zeit Schäden erleiden, die sich nur schwer beheben lassen. Die wichtigsten Regeln für die Lagerung alter Eichendielen:
Dieser letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Holz, das direkt von einer kalten Außenlagerung in einen beheizten Raum eingebaut wird, kann sich verwerfen oder reißen. Indem man das Holz vorab in der Zielumgebung akklimatisieren lässt, minimiert man dieses Risiko erheblich. Sehen Sie sich auch unsere realisierten Projekte an, um Beispiele zu sehen, wie sich das in der Praxis bewährt.
Bei Frank Pouwer arbeiten wir ausschließlich mit Eichenholz, das unter kontrollierten Bedingungen jahrelang getrocknet wurde. Das Holz in unserem Lager in Doorwerth hat eine natürliche Trocknungszeit von mehr als fünf Jahren hinter sich, was der Stabilität und Schimmelbeständigkeit zugutekommt. Wir beraten aktiv zu Anwendung, Behandlung und Lagerung, damit das Holz auch nach der Verarbeitung seine Qualität behält.
Möchten Sie wissen, welche Dielen derzeit verfügbar sind und ob sie für Ihr Projekt geeignet sind? Fordern Sie ein Angebot an und wir schauen gemeinsam, was möglich ist.