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Neuigkeiten

Welcher Feuchtigkeitsgehalt ist für luftgetrocknetes Eichenholz akzeptabel?

Für die meisten Anwendungen ist ein Feuchtigkeitsgehalt zwischen 12 % und 18 % bei luftgetrocknetem Eichenholz akzeptabel. Konstruktionsholz kann zum oberen Ende dieses Bereichs tendieren, während Böden und Innenausbauarbeiten idealerweise unter 15 % bleiben sollten. Luftgetrocknetes Eichenholz, das mehrere Jahre im Freien getrocknet ist, erreicht diesen Bereich auf natürliche Weise – ohne die Spannungen, die künstliches Trocknen mit sich bringt. Die folgenden Abschnitte gehen näher darauf ein, was je nach Anwendung akzeptabel ist, wie der Feuchtigkeitsgehalt gemessen werden kann und was schiefgehen kann, wenn Holz verarbeitet wird, während es noch zu feucht ist.

Wie trocken ist luftgetrocknetes Eichenholz in der Praxis?

In der Praxis weist luftgetrocknetes Eichenholz einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 12 % und 20 % auf, abhängig davon, wie lange das Holz bereits trocknet und unter welchen Bedingungen es gelagert wurde. Nach drei bis fünf Jahren Lufttrocknung stabilisieren sich die meisten Stücke zwischen 14 % und 18 %. Holz, das mehr als fünf Jahre im Freien gelagert wurde, sinkt manchmal auf 12 % oder darunter.

Der Begriff „luftgetrocknet” beschreibt eine Trocknungsmethode, keinen genauen Endwert. Das Holz trocknet im Freien – abgedeckt, aber mit guter Luftzirkulation gestapelt – im Rhythmus der Jahreszeiten. Dieser Prozess verläuft langsamer als Kammertrocknung, doch das Ergebnis ist eine Holzstruktur, die ihre Spannungen schrittweise abgebaut hat. Die Fasern passen sich an, ohne zu reißen oder sich zu verformen.

Eiche ist eine dichte Holzart mit langsamer Feuchtigkeitsabgabe. Das bedeutet, dass die Außenfläche eines Stücks bereits bei 14 % liegen kann, während der Kern noch höher ist. Bei dickem Material von mehr als 20 Zentimetern ist dieser Unterschied erheblich – insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen.

Was ist der Unterschied zwischen luftgetrocknetem und kammergetrocknetem Eichenholz?

Luftgetrocknetes Eichenholz trocknet langsam und auf natürliche Weise bei Außentemperaturen, während kammergetrocknetes Eichenholz in einer beheizten Trockenkammer platziert wird, bis es einen Feuchtigkeitsgehalt von in der Regel 8 % bis 12 % erreicht. Der Unterschied liegt nicht nur im endgültigen Feuchtigkeitsgehalt, sondern auch in der Art und Weise, wie das Holz diesen Wert erreicht.

Kammergetrocknetes Holz ist schneller verfügbar und erreicht einen niedrigeren Feuchtigkeitsgehalt, was für stabile Innenraumanwendungen in beheizten Räumen vorteilhaft ist. Schnelles Trocknen kann jedoch innere Spannungen erzeugen – insbesondere bei dichten Holzarten wie Eiche. Risse, Verformungen und Oberflächenspannungen sind bekannte Folgen, wenn der Prozess zu schnell abläuft.

Antikes luftgetrocknetes Eichenholz hat diese Spannungen bereits vor Jahren überwunden. Die Struktur ist stabil, die Patina hat sich gebildet und das Holz hat bewiesen, dass es dem Zahn der Zeit standhält. Für konstruktive Anwendungen – insbesondere bei großen Abmessungen – ist das ein wesentlicher Vorteil gegenüber frisch kammergetrocknetem Holz. Neugierig, welche Abmessungen und Trocknungshistorien verfügbar sind? Besuchen Sie den Holzhof in Doorwerth für einen persönlichen Blick auf das Material.

Welcher Feuchtigkeitsgehalt ist für konstruktive Anwendungen akzeptabel?

Für die konstruktive Verwendung von luftgetrocknetem Eichenholz – wie Balken, Sparren, Pfetten und Dachschalung – ist ein Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 20 % in den meisten Fällen akzeptabel. Der Eurocode für Holzkonstruktionen legt eine Grenze von 20 % für die Festigkeitsklasse D30 und höher fest, sofern das Holz im Einbauzustand weiter auf den Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt der Umgebung abtrocknet.

In der Praxis gilt: Je niedriger der Feuchtigkeitsgehalt zum Zeitpunkt des Einbaus, desto weniger Bewegung wird das Holz in der Konstruktion zeigen. Eichenholz, das bereits seit Jahren lufttrocknet und einen Feuchtigkeitsgehalt von 15 % bis 18 % aufweist, ist für die meisten konstruktiven Anwendungen einsatzbereit. Dasselbe gilt für antike Eichen-Dachschalung, die dieselben Trocknungsvorteile wie Balken und Sparren bietet.

Wichtige Hinweise für konstruktive Anwendungen:

Bei Unsicherheiten hinsichtlich der Spezifikationen für ein bestimmtes Projekt empfiehlt es sich, vorab einen Statiker hinzuzuziehen, der Erfahrung mit der Verarbeitung von recyceltem Eichenholz hat.

Welcher Feuchtigkeitsgehalt ist für Böden und Innenraumanwendungen akzeptabel?

Für Holzböden und Innenraumanwendungen ist ein Feuchtigkeitsgehalt von 8 % bis 12 % am wünschenswertesten, abhängig vom Umfeld. In beheizten Innenräumen mit Fußbodenheizung gilt ein strengerer Richtwert: 6 % bis 10 % ist der angestrebte Bereich, um Schwund und Fugenbildung zu vermeiden.

Luftgetrocknetes Eichenholz liegt zum Zeitpunkt der Lieferung häufig noch oberhalb dieses Bereichs. Das bedeutet nicht, dass das Holz ungeeignet ist, es muss jedoch vor der Verarbeitung akklimatisiert werden. Lagern Sie das Holz mindestens zwei bis vier Wochen in dem Raum, in dem es verlegt wird, damit es sich an das dort herrschende Klima gewöhnen kann. Dies gilt sowohl für Bodendielen als auch für antike Holzwandverkleidungen und andere Innenraumanwendungen.

Die Anwendung bestimmt den Richtwert:

  1. Massivholzboden ohne Fußbodenheizung: Zielwert 10 % bis 14 %
  2. Massivholzboden mit Fußbodenheizung: Zielwert 6 % bis 10 %
  3. Wandverkleidung und Täfelung: 10 % bis 15 % ist in den meisten Fällen akzeptabel
  4. Möbel und Tischplatten: 8 % bis 12 %, abhängig vom Standort

Luftgetrocknetes Eichenholz, das nach der Akklimatisierung über dem gewünschten Niveau bleibt, kann bei Bedarf weiter getrocknet werden. Fragen Sie stets nach dem aktuellen Feuchtigkeitsgehalt zum Zeitpunkt der Lieferung, damit Sie die erforderliche Akklimatisierungszeit abschätzen können.

Wie messen Sie den Feuchtigkeitsgehalt von antikem Eichenholz zuverlässig?

Den Feuchtigkeitsgehalt von antikem Eichenholz messen Sie am zuverlässigsten mit einem elektrischen Feuchtigkeitsmessgerät – vorzugsweise einem Stiftmessgerät mit langen Elektroden, die tiefer in das Holz eindringen. Bei dickem Material ist ein Widerstandsmessgerät mit einschlagbaren Elektroden von mindestens 40 Millimetern erforderlich, um den Kern zu erreichen.

Oberflächenmessgeräte liefern einen Anhaltswert, sind jedoch für dickes Eichenholz nicht ausreichend. Die äußere Schicht trocknet schneller als der Kern, weshalb eine Oberflächenmessung ein zu optimistisches Ergebnis liefert. Bei einem Stück von 25 Zentimetern Dicke kann dieser Unterschied bis zu 5 oder mehr Prozentpunkte betragen.

Praktische Messrichtlinien:

Bei größeren Projekten, bei denen der Feuchtigkeitsgehalt kritisch ist, lohnt es sich, mehrere repräsentative Stücke zu messen und einen Mittelwert zu bilden. Eine einzelne Messung an einem einzigen Bauteil ist selten repräsentativ für die gesamte Lieferung.

Was passiert, wenn luftgetrocknetes Eichenholz zu feucht eingebaut wird?

Wenn luftgetrocknetes Eichenholz eingebaut wird, während es noch zu feucht ist, trocknet es während und nach der Verarbeitung weiter und schwindet dabei. Dieses Schwinden verursacht Risse, Fugen, lose Verbindungen und in schwerwiegenderen Fällen Konstruktionsprobleme oder Bodenschäden, die im Nachhinein nur schwer zu beheben sind.

Eichenholz schwindet beim Trocknen hauptsächlich in tangentialer Richtung – das heißt, quer zur Breite der Jahresringe. Zu feucht eingebautes Holz kann seitlich schwinden und seinen Halt verlieren. Ein Boden, der zu feucht verlegt wurde, wird Fugen entwickeln, sobald die Heizung eingeschaltet wird. Diese Probleme sind nicht immer sofort sichtbar, treten jedoch in der Regel nach der ersten Heizsaison zutage.

Neben dem Schwinden ist auch Schimmelbildung ein Risiko. Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt über 20 % ist anfälliger für Schimmel, insbesondere in schlecht belüfteten Konstruktionen. Antikes Eichenholz weist von Natur aus eine hohe Dichte und ein gewisses Maß an inhärenter Widerstandsfähigkeit auf, doch das bietet keine Garantie, wenn es konstruktiv eingeschlossen wird, während es noch zu feucht ist.

Die Lösung ist stets dieselbe: vor der Verarbeitung messen, bei Bedarf akklimatisieren und erst beginnen, wenn der Feuchtigkeitsgehalt innerhalb des gewünschten Bereichs liegt. Das kostet Zeit, verhindert jedoch kostspielige Nachbesserungsarbeiten. Bei Projekten mit engen Deadlines ist es ratsam, dies von Anfang an in die Planung einzubeziehen.

Wie wir beim Feuchtigkeitsgehalt von luftgetrocknetem Eichenholz helfen

Eichenholz, das fünf Jahre oder länger luftgetrocknet ist, besitzt etwas, das frisches Holz nicht hat: eine bewährte Stabilität. Auf unserem Holzhof in Doorwerth verfügen wir über einen Vorrat von rund 20.000 m² antikem Eichenholz, von dem ein Großteil bereits seit Jahren unter den richtigen Bedingungen trocknet. Dies versetzt uns in die Lage, bei der Lieferung konkrete Informationen über den Feuchtigkeitsgehalt, die Trocknungszeit und die zu erwartende Bewegung im Gebrauch bereitzustellen.

Was wir Fachleuten bieten, die mit luftgetrocknetem Eichenholz arbeiten:

Architekten und Bauunternehmer, die mit luftgetrocknetem Eichenholz arbeiten, wissen, dass die Qualität des Materials mit der Trocknungsgeschichte beginnt. Wir liefern diese Informationen – nicht als Nebensache, sondern als Teil der Lieferung. Sehen Sie sich unser Sortiment an antiken Eichenbalken an oder nehmen Sie Kontakt zu einem bestimmten Projekt auf. Für ein detailliertes Angebot auf Basis Ihrer Spezifikationen können Sie direkt ein Angebot anfordern.

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