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Wie trocken muss ein Raum für alte Eichendielen sein?

Für das Verlegen von alten Eichenbohlen muss der Raum eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 Prozent aufweisen, bei einer Temperatur zwischen 15 und 22 Grad Celsius. Das Holz selbst muss bei der Verarbeitung einen Feuchtigkeitsgehalt von 8 bis 12 Prozent haben. Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, bewegt sich das Holz nach dem Verlegen noch erheblich, was zu Rissen oder Aufwölbungen führt. Im Folgenden werden die häufigsten Fragen zu Feuchtigkeitsgehalt, Akklimatisierung und Fußbodenheizung beantwortet.

Welchen Feuchtigkeitsgehalt muss Eichenholz vor der Verarbeitung haben?

Eichenholz ist zur Verarbeitung bereit, wenn der Feuchtigkeitsgehalt zwischen 8 und 12 Prozent liegt. Für Bodenanwendungen in beheizten Räumen gilt der untere Bereich dieser Spanne als der stabilste. Antikes Eichenholz, das bereits seit Jahren im Freien oder in einer trockenen Scheune gelagert wurde, hat dieses Niveau in vielen Fällen bereits ohne zusätzlichen Trocknungsschritt erreicht.

Frisch gesägtes oder nasses Holz kann einen Feuchtigkeitsgehalt von 30 Prozent oder mehr aufweisen. Dieser Unterschied klingt technisch, doch die Auswirkungen sind unmittelbar sichtbar: Holz, das zu feucht verarbeitet wurde, schwindet und bildet Risse. Holz, das im Verhältnis zur Umgebung zu trocken ist, quillt auf. Antikes Eichenholz besitzt durch jahrelange natürliche Trocknung eine stabilere Zellstruktur als neues Holz – doch auch dieses erfordert zum Zeitpunkt der Verarbeitung die richtigen Bedingungen.

Wie trocken muss der Raum selbst für Eichenbohlen sein?

Der Raum, in dem Eichenbohlen verlegt werden, muss eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 Prozent aufweisen. Bei einer Temperatur zwischen 15 und 22 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit innerhalb dieser Spanne befindet sich Eichenholz in seinem Gleichgewichtsfeuchtegehalt und liegt stabil.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Raum vollständig fertiggestellt sein muss, bevor mit dem Verlegen begonnen wird. Frische Betonböden, kürzlich verputzte Wände und neu gestrichener Putz geben noch monatelang Feuchtigkeit ab. Diese Feuchtigkeit steigt auf und wird vom Holz aufgenommen. Ein Raum, der auf dem Papier fertig wirkt, ist es noch nicht unbedingt, wenn die Baufeuchte nicht vollständig verdunstet ist.

Was passiert, wenn der Raum zu feucht oder zu trocken ist?

Ein zu feuchter Raum führt dazu, dass Eichenbohlen Feuchtigkeit aufnehmen und sich ausdehnen. Dies verursacht Aufwölbungen, hochstehende Ränder und in schweren Fällen Beschädigungen der Verbindungen zwischen den Bohlen. Ein strukturell zu trockener Raum bewirkt das Gegenteil: Das Holz verliert Feuchtigkeit, schwindet, und es entstehen Risse.

Eiche reagiert auf Feuchtigkeitsunterschiede. Das ist kein Mangel, sondern eine Eigenschaft des Materials. Antikes Eichenholz reagiert aufgrund seiner dichten Zellstruktur und langen Trocknungszeit weniger stark als jüngeres Holz, bleibt aber ein lebendes Material, das atmet. Extreme Schwankungen der Luftfeuchtigkeit – etwa ein Raum, der im Sommer 75 Prozent erreicht und im Winter auf 30 Prozent abfällt – sind für jeden Holzboden problematisch.

In der Praxis ist eine stabile Luftfeuchtigkeit wichtiger als der genaue Wert. Ein Raum, der das ganze Jahr über bei etwa 55 Prozent bleibt, ist günstiger als ein Raum, der zwischen 40 und 70 Prozent schwankt.

Wie stellt man fest, ob ein Raum für Holzbohlen bereit ist?

Die Luftfeuchtigkeit des Raumes misst man mit einem Hygrometer. Den Feuchtigkeitsgehalt der Bodenkonstruktion selbst misst man mit einem Feuchtemessgerät für Baustoffe. Für einen Estrich gilt in den meisten Fällen ein maximaler Feuchtigkeitsgehalt von 2 Prozent bei zementgebundenen Estrichen und 0,5 Prozent bei Anhydritestrichen.

  1. Luftfeuchtigkeit an mindestens drei Stellen im Raum messen, vorzugsweise in verschiedenen Höhen
  2. Gleichzeitig die Temperatur messen, da Luftfeuchtigkeit und Temperatur untrennbar miteinander verbunden sind
  3. Den Feuchtigkeitsgehalt des Estrichs mit einer CM-Messung oder einem kalibrierten elektrischen Feuchtemessgerät bestimmen
  4. Die Messungen über mehrere Tage wiederholen, nicht nur einmalig
  5. Prüfen, ob die Heizungsanlage bereits seit einigen Wochen in Betrieb ist – insbesondere bei Fußbodenheizung

Eine einmalige Messung liefert nur eine Momentaufnahme. Wer sichergehen möchte, dass ein Raum stabil genug ist, misst mindestens eine Woche lang zu denselben Tageszeiten.

Wie lange muss Eichenholz vor dem Verlegen akklimatisieren?

Eichenholz muss in den meisten Fällen mindestens zwei bis vier Wochen in dem Raum akklimatisieren, in dem es verlegt wird, bevor die Verarbeitung beginnt. Die genaue Dauer hängt von der Differenz zwischen dem Feuchtigkeitsgehalt des Holzes bei Anlieferung und dem Gleichgewichtsfeuchtegehalt im Raum ab.

Akklimatisieren bedeutet, dass das Holz in der richtigen Umgebung gelagert wird – nicht eingepackt und nicht ohne Zwischenräume gestapelt. Die Bohlen benötigen allseitige Luftzirkulation. Werden sie dicht aneinandergestapelt oder an einer feuchten Wand gelagert, akklimatisieren sie ungleichmäßig, und die nachträgliche Messung ist nicht zuverlässig.

Antikes Eichenholz, das bereits seit Jahren trocken gelagert wurde, benötigt in der Regel eine kürzere Akklimatisierungszeit als frisches Holz. Dennoch ist es auch dann ratsam, mindestens eine Woche zu warten und den Feuchtigkeitsgehalt vor und nach diesem Zeitraum zu messen. Erst wenn die Werte stabil sind, ist das Holz bereit.

Gelten bei Fußbodenheizung unter Eichenbohlen besondere Anforderungen?

Bei Fußbodenheizung gelten strengere Anforderungen sowohl an den Feuchtigkeitsgehalt des Holzes als auch an die Raumbedingungen. Die maximale Oberflächentemperatur des Bodens darf 27 Grad Celsius nicht überschreiten. Die Luftfeuchtigkeit in Räumen mit Fußbodenheizung sinkt im Winter schnell, was das Holz zusätzlich belastet.

Fußbodenheizung trocknet die Luft aus. In Kombination mit kalten Außentemperaturen kann die Luftfeuchtigkeit in einem beheizten Raum auf unter 35 Prozent fallen. Bei diesem Niveau schwindet Eichenholz spürbar. Bei Projekten mit Fußbodenheizung empfiehlt es sich daher, die Heizung bereits Wochen vor dem Verlegen in Betrieb zu nehmen, damit der Estrich vollständig trocken und der Raum auf Temperatur gebracht ist.

Zudem muss die Fußbodenheizung nach dem Verlegen schrittweise hochgefahren werden. Ein sofortiger Sprung auf die maximale Temperatur verursacht thermischen Stress im Holz. Erhöhen Sie die Temperatur stufenweise über mindestens zwei Wochen. Massives antikes Eichenholz verträgt dies besser als dünne Fertigparkettelemente, doch auch hier gilt: Behutsames Vorgehen ist entscheidend.

Wie Frank Pouwer beim verlegefertigen Vorbereiten von Eichenbohlen hilft

Eichenbohlen, die technisch sorgfältig vorbereitet werden, liegen jahrzehntelang problemlos. Das beginnt bei der Wahl von Holz, das bereits trocken ist, und bei einem Lieferanten, der weiß, was auf der Baustelle passiert, bevor das Holz bei Ihnen ankommt.

Möchten Sie wissen, welche Bohlen verfügbar sind und ob sie für Ihr Projekt geeignet sind? Fordern Sie ein Angebot an und wir finden gemeinsam die beste Lösung für Ihre Situation.